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20. März 2015 Badische Bräuche – Der Heidelberger Sommertagszug

Jedes Jahr im März vollbringen die Heidelberger Kinder ein wahres Wunder: Durch den traditionellen Sommertagsumzug treiben sie nämlich den Winter aus. Bisher, wir wissen es, hat es auch immer funktioniert und der Frühling hat noch jedes Mal Einzug gehalten. Zum ersten Mal wurde der Umzug übrigens schon 1534 erwähnt – und bereits damals sprach man von einem „uralten Brauch“. Berühmt wurde der Zug dann spätestens durch die „Liselotte von der Pfalz“, der Schwägerin des französischen Sonnenkönigs, die 1652 in Heidelberg geboren wurde und im fernen Paris häufig an die Sommertagsumzüge dachte. Oft beschrieb „Elisabeth Charlotte Prinzessin von der Pfalz“, wie sie richtig hieß, in ihren Briefen ihre schönen Erinnerungen an dieses Spektakel. Sie schrieb überhaupt sehr gerne, wobei sie sich auch recht freimütig über die Vorgänge am französischen Hofe äußerte. Zum Dank für ihre Verbundenheit mit der badischen Heimat darf die Liselotte bis heute die Umzüge anführen. Mit Trommeln und Fanfaren ziehen Kinder durch die Stadt und tragen stolz ihre mit Brezeln bestückten Stecken. Am Schluss der Prozession ereilt den unwirtlichen Winter sein verdientes Schicksal: Er wird verbrannt.

Wer sich dieses Spektakel in diesem Jahr nicht entgehen lassen will, hat noch einige Möglichkeiten, z.B.:.

Wieblingen: Sonntag, 19. April, Beginn 14 Uhr, Start: Dammweg/Alter Friedhof, Ziel: Kerweplatz

Pfaffengrund: Sonntag 26. April, Beginn 14 Uhr, Start: Obere Rödt (vor dem Schulhofeingang der Albert- Schweitzer Schule), Ziel: Parkplatz vor Gesellschaftshaus.